Rückschau

Auffrischungstraining „Rhetorik" am 24.09.2011

An diesem schönen Herbstsamstag traf sich in Clausthal eine gut gemischte Teilnehmerrunde von Studenten verschiedener Fachrichtungen! Fast zu gleichen Teilen waren Teilnehmer von dem 2-tägigen Rhetoriktraining im vergangenen Herbst und neue Teilnehmer in dieser Runde dabei.

Zum einen ging es um einen Erfahrungsaustausch dazu, was aus den Erkenntnissen des Rhetoriktrainings im Herbst 2010 bei der Anwendung in der Praxis geworden ist. Zum anderen ging es darum, die neuen Teilnehmer in kompakter Form „mit ins Boot zu nehmen".

Was waren die Kernthemen bei dem Herbstseminar 2010? Die wichtigste Basis für eine erfolgreiche Kommunikation zwischen unterschiedlichen Menschen besteht darin, die eigene Individualität und die der Gesprächspartner zu erkennen. Dies wurde deutlich gemacht mit einem Persönlichkeitsprofil, das eine gute Transparenz ermöglicht, was die unterschiedlichen Präferenzen von individuellen Menschen sind. Demnach ist z.B. ein Dialog mit einem „Kopfentscheider" sinnvollerweise anders zu gestalten als mit einem „Bauch-entscheider", wenn der Gesprächspartner auf dem Weg zu einer Entscheidung begleitet wird.

Neben dieser wichtigen Basisarbeit ging es dann natürlich auch um wesentliche Werkzeuge für die Kommunikation und Gesprächsführung wie z.B. verschiedene Frageformen und den Umgang mit Einwänden. Die Körpersprache und Gestik sowie die wichtigen Rahmenbedingungen für ein Gespräch standen natürlich ebenfalls im Focus. Nach diesen Techniken ging es dann wieder verstärkt um sehr persönliche Aspekte, wie z.B. die Werte von mir und meinem Gesprächspartner sowie entsprechend die wichtigen eigenen Einstellungen, Überzeugungen und Erfahrungen. Hieraus resultiert auch im Dialog die überaus wichtige Authentizität im Dialog mit anderen Menschen!

Die Anwendung dieser Erkenntnisse wurde im vergangenen Herbst ausführlich in Statements vor dem Plenum sowie in 2-er Dialogen und in Gruppengesprächen trainiert.

Aus diesem Input und den Erkenntnissen der Trainingsphasen abgeleitet entstand dann jeweils für die Teilnehmer ein „persönliches Drehbuch" für konkrete Situationen von Gesprächen mit einzelnen Gesprächspartnern und Gruppen.

Der Trainer, Wolfgang Wilhelms, wünscht nun allen Teilnehmern sehr viel Spaß und Erfolg bei der Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse!



Von der Führungskraft zur Führungspersönlichkeit

05. und 06. Februar 2011

Wirksame Mitarbeiterführung in heutiger Zeit

Führen ist der Aufbau eines sozialen Systems mit dem Ziel, eine eigene oder fremd gestellte Aufgabe zu lösen. Themen für angehende Führungskräfte sind:

  • Grundlagen erfolgreicher Führungskommunikation,
  • sichere Entscheidungsfindung
  • Konfliktmanagement in seinen Grundzügen,
  • Die Basis sozialer Kompetenz und Performenz,
  • Zielvereinbarungsgespräche sicher führen können,
  • Erfolgreiche Delegation durchführen können,

Das Programm:

Führungsziele in heutiger Zeit

  • Die Verträglichkeit von wirtschaftlichen Zielen und sozialem Miteinander
  • Die Mitarbeiterbindung als Erfolgsfaktor
  • Die Legitimation einer Führungspersönlichkeit

Der Führungsstil einer Führungspersönlichkeit

  • Der dialektische Führungsstil
  • die Entscheidungsfindung des dialektischen Führungsstils
  • der Diskurs

Die Fiedler-Werte - was schlechte Führung kostet

  • Die Kosten funktionalen Führens einer Führungskraft
  • Die Transaktionskosten
  • Die Kommunikationskosten
  • Die Interaktionskosten

Die Glaubwürdigkeit einer Führungspersönlichkeit

  • Zivilcourage
  • Kreativer Ungehorsam
  • Eintreten für Minderheiten
  • Kritische Gerechtigkeit
  • Erfolgreiches Konfliktmanagement

Die Zielvereinbarung der Führungspersönlichkeit

  • Die Grundsätze einer Zielvereinbarung
  • Die Bedeutung von Inhalt, Ausmaß und Zeit
  • Das Herstellen eines Vertrauensklimas

Die Delegation der Führungspersönlichkeit

  • Die Regeln erfolgreicher Delegation
  • Die Verhinderung von Rückdelegation


Fachexkursion „Energie und Stahl"

Die Fachexkursion zum o. g. Thema begann am 25.05.2010 mit der Befahrung  des Steinkohlen-Bergwerks Prosper-Haniel, Bottrop  Schachtanlage 9 und 10, die  eine Seilfahrt auf die aktuelle Abbauteufe beinhaltete mit anschließender Befahrung der Bauhöhe 357 im Flöz H.

Alle Exkursionsteilnehmer trafen sich um 13 Uhr am Zechengelände Prosper 9 in Bottrop. Wir wurden herzlich begrüßt und in den Seminarraum der Anlage gebeten. Dort bekamen wir bei einer kleinen Stärkung eine Einführung in das Unternehmen der Deutschen Steinkohle und spezielle Informationen über das Bergwerk Prosper-Haniel. Vielen Exkursionsteilnehmern wurde erst hier bewusst, in welchen riesigen Dimensionen sich der Abbau der Steinkohle im Ruhrgebiet bewegt.

Nach dem Vortrag bekamen wir eine Einführung in die Funktionsweise des „Selbstretters", welchen wir später, gemeinsam  mit unserer Ausrüstung, mit nach  unter Tage nehmen würden. In der Besucherkaue erhielten wir unsere Kleidung und die Ausrüstungsgegenstände wie  Helm, Lampe, Brille, Schienenbeinschoner und den Selbstretter. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto, wurden wir mit dem Bus zur Schachtanlage Prosper 10 gefahren, da Prosper 9 nur ein Material- und Wetterschacht ist. Die Seilfahrt fand über Schacht 10 pünktlich statt und wir erreichten über die 8. Sohle das 1,60m mächtige Flöz H Bauhöhe 357 in einer Teufe von 1010-1150m.

Nach einem 3 km langen Fußmarsch, mit verschiedenen Stationen, wie z.B. die Werkstatt, der Materialverladebahnhof und so etwas Ähnlichem wie einem Internetcafé, erreichten wir den Streb. Leider stand die gesamte Förderung durch eine Störung der Hauptförderachse, sodass es für uns ungefährlich war, in den 1,50m hohen und 290m langen Streb zu kriechen, um uns die Abbaufront zu betrachten. Als wir unter den Schilden des hydraulischen Schreitausbaus hockten, erklärte man uns, dass es sich bei der Anlage um einen meißelbestückten Gleithobel mit 2x800 kW Leistung handelt, der die Gasflammkohle mit einer Hobelbewegung löst und automatisch auf den Strebförderer lädt. Der 1132mm breite Strebförderer transportiert mit Hilfe eines 42er Doppelkettenbandes die Kohle auf den Streckenförderer außerhalb des Strebes.

Im Betrieb werden mit einer Belegung von 54 Mann 5.000 tvF pro Tag gefördert. Der Streb rückt dabei etwa 7,20m pro Tag entlang der beiden Abbaustrecken vor. Die gesamte Baulänge beträgt 1.300m.

Auf dem Rückweg zum Personenschacht konnten wir auf dem Förderband fahren, welches uns mit 6 m/s beförderte, so dass  wir auf diese Weise  wesentlich schneller voran kamen und dies sogar noch als Highlight verbuchen konnten.

Die ersten irritierten Blicke erhielten  wir dann von einigen Kumpels am Schacht, als wir uns mit unserer schneeweißen Kleidung zu Ihnen stellten, um auf den Korb zu warten. Schwarz wie ein typischer Bergmann kamen wir wegen der Betriebsstörung leider nicht an die Sonne, dennoch war es ein spannendes Erlebnis und für viele auch der erste Aufenthalt unter Tage. In der Waschkaue gab es noch eine Nachbesprechung bei einer deftigen Erbsensuppe und einem leckeren alkoholfreien Bier.

Essen ist die Weltkulturhauptstadt 2010. In diesem Zuge gibt es über das Jahr verteilt  viele Events, die im Ruhrgebiet rund um Essen stattfanden. In unserer Exkursionswoche wurde das „Schachtzeichenevent" angeboten. Über das ganze Ruhrgebiet verteilt, wurde über vielen Schächten, den aktiven und vor allem auch auf den inzwischen geschlossenen  Schächten, große gelbe Ballons gesetzt. Insgesamt mehr als 300 Stück.

Somit war unsere nächste Anlaufstelle, die Landmarke Tetraeder in Bottrop. Von diesem Aussichtspunkt konnten wir, bei untergehender Sonne, einen tollen Blick über das Ruhgebiet genießen. Wir sahen einige Ballons, jedoch bei Weitem nicht so viele wie gedacht. Ebenfalls hatte man einen guten Blick auf die Kokerei Prosper, die mit zum Bergwerk Prosper-Haniel gehört.

Am 2. Tag trafen wir uns am Eingang des Hauptgebäudes um unseren Tag bei den Deutschen Edelstahlwerken in Witten zu beginnen.

Man führte uns in einen Konferenzraum wo Getränke und ein kleiner Imbiss auf uns warteten. Kurz darauf traf auch Herr Haase ein, der Vorsitzende der Edelstahlwerke Witten. In einer kleinen Präsentation stellte er uns die Geschichte des Werkes vor und informierte uns über die Produkte, die aktuelle Marktsituation und den Betrieb im Allgemeinen.

An den Standorten in Deutschland, Schweiz, Dänemark, Italien, Türkei und Schweden werden Werkzeug- und Schnellarbeitsstähle, Edel- und Wälzlagerstähle (Hauptprodukt) sowie rost-, säure und hitzebeständige Stähle produziert und nach Europa, Amerika, Asien und Afrika verkauft. Abnehmer sind der Maschinenbau, der Anlagenbau, die Automobilindustrie, der Wergzeugmaschinenbau und der internationale Handel mit Halbzeugen. Kennzeichnend sind Stahlwerke mit 130t UHP-Lichtbogenöfen, Stranggussanlagen VCC/Kreisbogen, Walzwerke für Stabstahl und Draht, Schmiedebetriebe mit 33MN-Presse, Blankstahlbetriebe und Zieheinrichtungen sowie Anlagen zur Wärmebehandlung. Als Highlights sind folgende Produkte zu nennen: Ferro-Titanit, Drahtguss, Amagnetische Schwerstangen, Luftfahrtwerkstoffe, beschussfeste Bleche und Dornstangen.

Am Standort Witten/Hattingen produzieren derzeit 3.750 Mitarbeiter ca. 460.000t Stahl.

 Nachdem er noch einige Fragen beantwortet hatte, über uns Herr Müller zur Werksführung. Für unsere eigene Sicherheit bekamen wir alle Schutzbrillen, einen Helm und spezielle Kleidung da es in den Hallen staubig zugehen kann. Gemeinsam gingen wir durch die Hallen. Unser Rundgang begann an einem großen Haufen Schrott.

Dieser Schrott wird sortiert und dann mit einigen Zuschlagstoffen in eine große Schmelzpfanne befördert. Durch riesige Graphitelektroden wird der Schrott dann zum Schmelzen gebracht.

Der Lärm der dabei entsteht ist ohrenbetäubend und wir waren froh das wird im gut isolierten und gedämmten Steuerstand standen und das Geschehen durch ein Fenster betrachten konnten. Der geschmolzene Stahl wurde dann in eine Stranggussanlage geleitet. Die Stranggussanlage war so hoch, dass sie über mehrere Stockwerke reichte. Am unteren Ende kam ein Metallband heraus dass ca. 40cmx40cm Querschnitt besaß. Das Band wurde dann in gleich lange Stücke geschnitten und zum Abkühlen nach draußen transportiert. Das Rohmaterial wurde dann später in einem Ofen erneut erhitzt und durch Walzen in mehreren Schritten zum gewünschten Halbzeug geformt.

Unsere Tour endete mit einer Befahrung der Verarbeitung und einem gemeinsamen Essen in der Kantine.

Am Nachmittag des 2.Tages besuchten wir den Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Dort erwartete uns nach einer kurzen Einführung in die Entstehung des Wissenschaftsparks und einem Überblick über den Aufbau des Gebäudes unter dem Namen „Einführung in die Solartechnik" ein höchst interessanter Vortrag.

In den Ausführungen wurden die verschiedenen Techniken zur Nutzung der solaren Energie mit ihren jeweiligen Vor und Nachteilen erläutert. So wurden unter anderem einige Ausführungstechniken der zwei am Meisten verbreiteten Nutzungsarten, die Solarthermie zur Wärmeerzeugung  und die Photovoltaik zur direkten Stromerzeugung erklärt.

Unter Solarthermischen Kraftwerken versteht man einerseits die das Sonnenlicht konzentrierenden Techniken wie Parabolrinnen-, Fresnel-, und Turmkraftwerke (Spiegel oder Linse, Dampferzeugung, Turbine, Generator) und andererseits die Aufwindkraftwerke. Alle Typen sind bereits in Spanien erprobt worden und laufen in der Produktion zwischen 50 und 250 MW Leistungsausbeute.

Der Anteil der Erneuerbaren Energieen in Deutschland beträgt derzeit 9,7% (Wind 1,6, Wasser 0,9, Biomasse 6,8, Rest 0,4). Seit 1990 wurde die Leistung verdreifacht; für 2020 liegt das herausfordernde Ziel bei 30%. Weltweit sind die Ressourcen für Solar- und Windkraft beeindruckend, aber auch das Windkraftpotential in Norddeutschland kann sich mit 5 bis 6 m/sec im Mittel sehen lassen.

Eine durchaus beachtliche Anzahl von Arbeitsplätzen von 280.000 in Mittelständischen Unternehmen hat sich inzwischen in Deutschland etabliert. Das Expotvolumen nach USA, Asien, Afrika, Australien und Europa betrug bereits 2007 8,5 Mrd€; 5,5 Mrd€  wurden in 2010 durch photovoltaischen Anlagen erbracht. Dazu sollte man wissen, dass der Materialanteil etwa 85% der Investitionskosten ausmacht. Spanien ist mit 50% als PV-Produzent führend, gefolgt von Deutschland mit ca. 25%.

Folgende Forschungs- und Investitionsschwerpunkte lassen sich nennen: Verbesserung der Wirtschaftlichkeit bei Produktion und Betrieb, Verbesserung der Netze, Verbesserung der Speicherkapazität mittels Druckluftspeicher, Schwungmassespeicher, Lithium-Ionen-Batterien, Grundlastfähigkeit virtueller Kraftwerke, und Netzintegration. Pumpspeicherkapazitäten in Europa sind nahezu ausgereizt. Die in Gelsenkirchen vorangetriebene F&E befasst sich schwerpunktmäßig mit der Photovoltaik. Am Ende des Vortrags gab es noch einen kleinen Überblick über laufende und geplante Projekte bezüglich der Solartechnik.

Der Vortrag verzichtete aus Zeitgründen auf die Abhandlung von Gezeitenkraftwerken verschiedener Funktionsweisen; ebenfalls ein interessantes Feld.

Zum Abschluss wurden uns einige Solarthermie- und Photovoltaikmodule präsentiert. Des Weiteren konnten wir noch Siliziumzellen, die Grundbausteine eines Photovoltaikmoduls in die Hand nehmen.

Die Nacht verbrachten wir in der Jugendherberge in Duisburg Meiderich, die einen sehr guten und modernisierten Standard bot.

Am Morgen des Dritten Tages unserer Exkursion stand der Energiepark Mont-Cenis.

Als wir gegen 10 Uhr in Herne eintrafen, begrüßte uns Herr G. als Vertreter der Stadtwerke Herne unter deren Schirmherrschaft der Energiepark steht.

Der eigentliche Verantwortliche war krank, was aber der Führung erst ihren Reiz gab. So wurde uns über die Akademie des Innenministeriums NRW, die in eine Mikroklimahülle eingebettet ist, kritisch berichtet. Das Gebäude der Akademie, welches ihre Energie aus Solarkraftanlagen zieht, hatte in der Entstehungsgeschichte und ihrem Betrieb mehrere Probleme:

Im Sommer bei starker Sonne soll es in dem Gebäude ziemlich heiß werden, wobei das Fensteröffnungssystem eher den künstlerischen Charakter erfüllt (wir haben mehrere Klimaanlagen gesehen). Zudem wird das Gebäude nicht ganzjährig genutzt und der erwartete Besucherzustrom blieb wegen der Distanz zur Stadtmitte hinter den Erwartungen zurück.

Die Wartung der Solaranlagen auf dem Dach soll arbeitsrechtlich problematisch sein, da ein Zugang zum Dach von innen nicht gewährleistet ist.

Davon abgesehen ist dies jedoch ein innovativer Bau, der die junge Technik der Solarenergie mit moderner Architektur verbindet.

Nach der kurzen Einführung gingen wir direkt in den Raum des grubengasbetriebenen Blockkraftwerkes (BHKW). Dieses Kraftwerk wird mit dem Grubengas der 1972 stillgelegten Zeche Mont Cenis betrieben. Neben diesen gibt es noch zwei weitere BHKW, die zusammen 

9.000 MWh Strom und 12.000 MWh Wärme erzeugen. Sie versorgen u.a. das Stromnetz der Stadt, ein angrenzendes Wohngebiet sowie ein Krankenhaus. Einziges Problem bleibt bei der Technik die Konzentration des Gases. Da diese nach mehrjähriger Nutzung sinkt und das weitere Betreiben der BHKWs ggf. einschränkt oder nur periodisch gestattet.

Ein weiterer Teil des Energieparks bildete die Batteriespeicheranlage, die bei geringer Netzbelastung die Überschüsse der Solarenergie abspeichert und im Verbund mit den Stadtwerken diese Energie bei Spitzenzeiten zur Verfügung stellt. Als wir das Gebäude mit der Batteriespeicheranlage betraten, fielen uns als erstes die Gummimatten am Eingang auf.

Diese waren verlegt worden um das Potenzialgefälle nicht über den menschlichen Körper laufen zu lassen. Ansonsten war der Raum sehr imposant, wobei wir aber aufgeklärt wurden, dass die Batterien nur eine Lebensdauer von 20 Jahren haben und die automatische Wartung der Batterien nicht so zuverlässig zu sein scheint.

Als Abschluss konnten wir uns noch das Gebäude der Akademie anschauen.

Durch den Besuch des Energieparks wurde uns ein offenes Betätigungsfeld vorgestellt, wo noch Innovationen und Verbesserungen in den nächsten Jahren möglich und nötig sind.

Am 3. Tag unserer Exkursion führte unser Weg zu Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik und Eisengießerei in Bochum. Nach dem Empfang und einem kurzen Überblick über das Firmengelände anhand eines Modells wurden wir zu einem Seminarraum geleitet, in dem uns bei Kaffee und Currywurst eine aufschlussreiche Präsentation über die Anfänge als reine Gießerei für die Räder von Grubenwagen im Jahr 1864, den Werdegang mit der stückweisen Vergrößerung des Sortiments und Erweiterung auf andere Marktbereiche sowie aktuelle Neuerungen, wie zum Beispiel beeindruckende Bergbaumaschinen für China vorgeführt wurde. Wir erfuhren auch von einer erst kürzlich nahe Dresden errichteten Produktionsstätte, die sich ausschließlich auf Getriebe konzentriert sowie von Plänen, das Bochumer Gelände demnächst um eine neue Halle zu erweitern.

Nachdem wir uns mit den obligatorischen Schutzhelmen ausgestattet hatten, begann die Werksführung im ältesten Bereich des Geländes, der Gießerei. Dort fiel zuerst die große Hitze und etwas stickige Luft auf, an die man sich aber schnell gewöhnte. Zuerst wurde uns  das Erstellen und Arbeiten mit Sandgussformen aus zwei oder mehr Teilen anhand einiger kleiner Teile erläutert, bevor der eigentliche Rundgang begann. Dieser führte an einer Gruppe Arbeiter vorbei, die gerade mit dem Befüllen eines Formkastens beschäftigt waren sowie an übermannshohen, noch glühend heißen Kästen aus mehreren Teilen, aus denen ab und zu noch Flammen schlugen. Danach erreichten wir die Putzerei, wo die gegossenen Teile mit modernster Technik auf Fehler oder Mängel untersucht werden, bevor sie zur mechanischen Weiterbearbeitung frei gegeben werden.

Weiter ging es in der gegenüberliegenden Montagehalle. Dort konnten wir einen großen Walzenlader vom Typ SL500 mit einer Gesamtleistung von 1.700kW und einer Abbauhöhe von bis zu 6 Metern begutachten, der für ein chinesisches Bergwerk bestimmt war. Wir wurden auch darüber informiert, dass es die größte dort produzierte Maschine SL1000 - die gleichzeitig auch die weltgrößte ist - auf 3.000kW bei 6,80m Abbauhöhe und 150 Tonnen Eigengewicht bringt.

Den vorletzten Teil der Besichtigung bildete die Getriebefertigung, wo wir uns die einzelnen Fertigungsschritte diverser Getriebeteile - vor allem Zahnräder - in allen Größen und Formen für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete in Bergbau, Industrie und Windkraftanlagen anschauen konnten. Für die Fertigung dieser teils mehrere Meter großen Teile waren unzählige CNC-gesteuerte Dreh- und Fräsmaschinen im Einsatz,  ebenfalls in allen erdenklichen Größen. Am Ende der Halle erreichten wir den Montagebereich, in dem hauptsächlich die Windkraftanlagengetriebe zusammengesetzt wurden. Dort wurden uns die Dimensionen, in denen sich diese bis zu 3,6MW leistenden Anlagen bewegen, deutlich bewusst.

Zum Schluss ging es in der gegenüberliegenden Montagehalle. Dort konnten wir einen großen Walzenlader vom Typ SL500 mit einer Gesamtleistung von 1.700kW und einer Abbauhöhe von bis zu 6 Metern begutachten, der für ein chinesisches Bergwerk bestimmt war. Wir wurden auch darüber informiert, dass es die größte dort produzierte Maschine SL1000 - die gleichzeitig auch die weltgrößte ist - auf 3.000kW bei 6,80m Abbauhöhe und 150 Tonnen Eigengewicht bringt.

Am Freitag, den 29.05.2010, haben wir am letzten Tag der Exkursion, die Siemens Turbinenbauwerk in Mülheim besucht. In einem Einführungsvortrag erhielten wir einen Überblick über die Aktivitäten der Siemens AG und speziell über das Werk in Mülheim.

Siemens in Mühlheim baut mit 4.600 Mitarbeitern Gasturbinen, Dampfturbinen und  Generatoren. Siemens Industriegasturbinen haben sich als mechanische Antriebe bewährt - in der Öl- und Gas-Industrie sowie in Prozessanwendungen als zuverlässig und leistungsstark erwiesen. Sie sind Als einziges Unternehmen weltweit die Ihren Kunden entlang der gesamten Energieumwandlungskette effiziente Produkte und Lösungen aus eigener Fertigung und mit eigenem Know-how - von der Öl- & Gas- Förderung über die Erzeugung bis hin zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie bieten. Eine globale Top-Marktposition auf den ersten 2 Plätzen ist das Ergebnis kontinuierlicher Entwicklungsarbeit und einer hohen Fertigungsqualität.

Besonders herauszuheben sind folgend Highlights:

Die leistungsfähigste Gasturbine der Welt SGT5-8000H leistet 375 MW mit einem Wirkungsgrad von 40%. Als reine Dampfturbine bringt die SST-9000 eine Leistung von 1715MW bei 40% Wirkungsgrad. Modifiziert als Gas- und Dampfturbine leistet die GUD SCC5-8000H 530MW bei einem Wirkungsgrad von 60%! (Gewicht 320t, Längen 36m, Durchmesser 6,7m)

Der dazu passende größte Generator der Welt SGen5-4000W hat eine Leistung von 2200MVA bei einem Wirkungsgrad von 99%. (Gewicht 900t, Länge 16,8m, Durchmesser 4,5m)

Besonders hervorzuheben ist die F&E-Tätigkeit von Siemens. Mit weltweit 31.800 Mitarbeitern, davon 17.000 Software-Ingenieuren wurden in 2009 7.700 Erfindungen angemeldet. Insgesamz nutzt Siemens 56.000 eigene Patente. Die Kosten von 3,9 Mrd€ entsprechen 5,1% des Umsatzes, womit das Unternehmen hinsichtlich der Innovationsintensität vorbildlich ist.

Als Ergebnisse sind zu nennen: CT mit schnellster Bildgebung bei gleichzeitig geringer Strahlenbelastung; die beim Stromtransport über lange Strecken erforderliche Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ); die kontinuierliche Arvedi Stahlproduktion in einem Strang vom Guss bis zum fertig konfektionierten Stahlblech mit 45% Energieeinsparung gegenüber herkömmlichen gebrochenen Fertigungsabläufen.

Während der Werksbesichtigung bestaunten wir ein höchst entwickeltes Fertigungsniveau, das wegen der Werthaltigkeit der zu bearbeitenden Bauteile konsequent auf das 4-Augenprinzip setzt. Jeweis ein älterer und ein junger Mitarbeiter kontrollieren die Maschineneinstellungen gegeseitig, bevor der nächste Bearbeitungsschritt erfolgt. So sind Fertigungdfehler nahezu ausgeschlossen und die Weitergabe des Knowhows sicher gestellt.  

Die Besichtigung des Turbinenbauwerks war für uns das Highlight während des Exkursion.

Anschließend sind wir zur Zeche Zollverein nach Essen gefahren und haben dort einen ausführlichen Rundgang über das gesamte Gelände gemacht. Die einst größte Steinkohlenzeche der Welt hinterließ auch bei uns einen bleibenden Eindruck.

Insgesamt war die Fachexkursion eine hoch informative Sache, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kam. Für die Vorbreitung und die Begleitung danken wir dem Präsidenten unserer Stiftung, AH PCW Stephan herzlichst!

Phillip Daude, Jost Brünjes, Karsten Koring, Christian Rode, Sönke Muhsmann, Ulf Stradtmann und Aditya Rele



Rhetorik - die Macht der Rede

Häufig steht man im Leben vor der Situation, fremde Menschen von einer Idee oder einem Sachverhalt zu überzeugen. Es gibt Techniken und Strukturen, sich auf diesen Fall vorzubreiten.

Das Konzept

Inhalte strukturieren, Ziele definieren, Vor- und Nachteile heraus arbeiten, Vorteile akzentuiert vertreten, die Win-Win Situation definieren.

Die persönliche Vorbereitung

Bestandsaufnahme: Was fällt mir leicht und was fällt mir schwer bei solchen Gesprächen?
Mit welcher Haltung und Ethik gehe ich an diese Gespräche heran?
Für welche Aspekte, die mir schwer fallen, kann ich mich gezielt vorbereiten und ggf. unterstützen lassen?
Zusammengefasst: die wichtigsten Basics der Kommunikation!

Mein persönliches, individuelles "Drehbuch" für solche Gespräche: welche Grundstruktur paast zu mir und zu meinen (unterschiedlichen) Gesprächspartnern und wie kann ich mir diese gut merken?
Voneinander lernen: Positive Erfahrungen, Tipps und Tricks untereinander austauschen!

Werkzeugkiste für die Gesprächsführung

Sich wirklich und authentisch für den Gesprächspartner interessieren!
Den Typ des Gesprächspartners schnelle erkennen, um den Kommunikationsstil an . ihm individuell auszurichten.
Auf allen "Kanälen" des Gesprächspartners senden.
Meine eigene Körpersprache und Körperhaltung gezielt wirkungsvoll einsetzen und die meines Gesprächspartners richtig interpretieren.
Lebendig und bildhaft sprechen!
Die richtige Atemtechnik und praxiserprobte kurze Entspannungsübungen.
Umgang mit Redehemmungen, Lampenfieber etc.
Fragetechniken des aktiven Zuhörens
Umgang mit Killerphrasen, Interventionstechniken, wie z. B. Humor
Metakommunikation: Nutzen und Möglichkeiten
Vorbereitet sein auf unerwartete Fragen
Zum Gesprächsende: Anker setzen: Wie geht es weiter? (Ergebnis notieren)
Praxiswerkstatt: Die Gespräche in der Anwendung üben und trainieren. Feedback mit Videounterstützung.
Was habe ich erkannt, gelernt und mir vorgenommen?

Nach dem Gespräch ist vor dem Gespräch!

Wie sichere ich meinen Lernerfolg in der Praxis von Gespräch zu Gespräch?
Wie kann man sich im Team gegenseitig bei diesen individuellen Lernprozessen unterstützen? Welche weiteren Erkenntnisse und Ideen haben sich aus diesem Training ergeben?

Knigge-Seminar

Gute Umgangsformen sind wieder "in"! In einem zweiteiligen Tagesseminar wurden die wichtigsten Umgangsformen in den Situationen des Alltags und der besonderen Gelegenheiten vermittelt und im Rollenspiel mit Damen trainiert. Folgende Themen wurden behandelt:

Grundsätze der Umgangsformen

Der Grundsatz der gegenseitigen Achtung
Der Grundsatz der besonderen Achtung der Frau
Der Grundsatz der Achtung des individuellen oder gesellschaftlichen Eigentums
Warum also Umgangsformen?
Der erste Eindruck ist entscheidend

Grüßen und begrüßen - der feine Unterschied

Wer stellt wen vor?
Was ziehe ich wann an?
Vom Rauchen
"Du" oder "Durchlaucht" - die richtige Anrede

Es wird gefeiert - Partys und Einladungen

Geschenke uns andere Mitbringsel

Speisen und Genießen - Essen im Restaurant

Wer geht beim Eintreten vor?
Platzreservierung oder freie Auswahl
Fräulein, Herr Ober oder Kellner?
Was sind Aperitifs?
Die Serviette und der Umgang mit ihr
Wer probiert den Wein?
Rotwein oder Weißwein? Die wichtigsten Regeln
Wie trinke ich richtig und aus welchem Glas?
Wie esse ich richtig? Wozu welches Besteck?
Darf ich vom Teller des Nachbarn probieren?
Wann kann man die Finger zur Hilfe nehmen?
Wer zahlt?
Wie ist das mit dem Trinkgeld?
Darf ich die Dame alleine sitzen lassen, um draußen dem Rauchen zu frönen?

Disco oder Ballsaal - zwei verschiedene Welten

Es darf getanzt werden - die wichtigste Regeln

Kino, Oper und Theater

Zum Thema Essen im Restaurant wurde in ein gehobenes Restaurant zum Sternemenu eingeladen. Der Trainer begleitete den Ablauf des Essens und gab wichtige Tipps sowie Warnungen vor Kardinalfehlern. Die ausgesuchten Weine wurden vorgestellt und ihre Beziehung zu den Speisen erläutert.

Galamenü

Amuse bouche
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Feldsalat mit Spitzen vom Harzer Roten Höhenvieh
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Gurkencarpaccio mit Thunfischmousse , Schwarzbrot
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Tomatenessenz
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Tournedos vom Harzer Rotwildkalb auf Wirsing mit Safranschnee
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Ananascarpaccio mit weißem Chilimousse und Walnusseis
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Formager d'Affinois mit Mirabellenmousse , Schwarzbrot
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Espresso Coretto

Auch dank des guten Service des Hauses zählte der Abend zu den gelungenen Veranstaltungen des Semesters.

Spannendes Wochenendseminar: Selbsteinschätzung und Selbstvertrauen

Eine spannende Runde von Studierenden war am Wochenende vom 15. bis 16. November 2008 zum Seminar Selbsteinschätzung und Selbstvertrauen zusammengekommen, um sich zusammen mit dem Trainer, Wolfgang Wilhelms, zunächst bei einem gemeinsamen Frühstück für die beiden Seminartage zu stärken. "Spannend" war diese Runde zum einen hinsichtlich der Mischung vom Erstsemester bis kurz vor dem Ende des Studiums und zum anderen hinsichtlich der Heterogenität der menschlichen "Typen"!

Grundlegende Gedanken dazu, was die Individualität der "Menschlichen Typen" betrifft, hatte sich bereits 1921 C. G. Jung gemacht. Auf der Basis dieser Typentheorie aufbauend entstand seit den 60iger Jahren in den USA und seit den 90iger Jahren in Deutschland eines der fundiertesten und wissenschaftlich abgesichertsten Persönlichkeitsprofile, der MBTI. Dieses Persönlichkeitsprofil, das aufgrund der Bearbeitung eines Fragebogens der Teilnehmer erstellt und anschließend auch von ihnen selbst validiert wird, gibt den Teilnehmern die gute Chance, in eine Selbstreflexion über die Frage einzusteigen: "Wer bin ich?" Hier geht es um die wichtigen Aspekte, was die eigenen Präferenzen, Neigungen, Stärken und aber auch mögliche Entwicklungspotenziale anbelangt. Diese Selbsterkenntnis ist von erheblichem Vorteil bei der Suche nach der Antwort, welchen Beruf jeder Einzelne nach Abschluss des Studiums konkret ergreifen sollte, um die eigene Persönlichkeit und die eigenen Stärken am besten einsetzen und zur Entfaltung bringen zu können. Auch bei dieser Gruppe zeigte sich erneut, dass häufig die Entscheidung für ein Studium und noch nicht unbedingt für ein klares Berufsfeld im Anschluss daran getroffen wurde.

Dieses Wochenendseminar sollte nun genau bei der Beantwortung dieser Frage eine Orientierungshilfe geben! Der rote Faden für das Seminar bestand aus den nachfolgenden Fragen:

  • Wer bin ich?
  • Was kann ich?
  • Was will ich?
  • Was biete ich?

Im Rahmen des Abgleichs und der Validierung des eigenen Persönlichkeitsprofils fanden auch jeweils in 2-er Gruppen interessante und aufschlussreiche Abgleiche von Eigenbild und Fremdbild statt. Für die erstrebenswerte und wichtige eigene Authentizität ist ein solcher Abgleich sehr wichtig und hilfreich. Sehr positiv war im Zusammenhang mit diesen Gesprächen auch die Erkenntnis einiger Teilnehmer, dass sie bei der Beantwortung der Fragen vielleicht zum Teil auch bewusst oder unbewusst von dem Aspekt beeinflusst waren, wie man selbst gerne wäre! So fanden auch konstruktive ergänzende Einzelgespräche mit dem Trainer statt und im Einzelfall gab es auch richtige Korrekturen der Antworten und somit auch leichte Verschiebungen in den Ergebnissen.

Aus diesen Erkenntnissen "Wer bin ich?" ergaben sich wichtige Aspekte für die berufliche Orientierung nach dem Studium. In der nachfolgenden Einheit "Was kann ich?" entstanden interessante Kompetenzspektren und natürlich auch Erkenntnisse, welche Kompetenzen noch bis zum Abschluss des Studiums erworben werden müssen, um für zukünftige potenzielle Arbeitgeber nicht nur mit einer sehr guten fachlichen Qualifikation, sondern darüber hinaus auch mit einer exzellenten Sozial- und Methodenkompetenz da zu stehen.

Bei der 3. Frage "Was will ich?" wurde dann sehr schnell klar, dass hierfür von vielen Teilnehmern noch ein wichtiger Weg der Orientierung zu beschreiten ist, um sich zielgerichtet im Arbeitsmarkt zu bewerben. Im Verlaufe dieser Arbeitseinheit hierzu - ebenfalls wieder in interessanten 2-er Teams - ergaben sich zum Teil jedoch schon überzeugende Zielrichtungen und auch berechtigte Forderungen an zukünftige Arbeitsplätze und Arbeitgeber! Dieses auch völlig zu Recht, da sich nicht nur Top-Bewerber bei den Unternehmen bewerben, sondern die Unternehmen auch umgekehrt bei den Top-Bewerbern!

Total spannend waren auch gemeinsame Erkenntnisprozesse im Dialog, wenn sich zum Beispiel eine auf den ersten Blick visionäre Vorstellung von einem zukünftigen Berufsfeld als durchaus anpackbar und machbar herausstellte! Plötzlich erscheint zunächst Unmögliches als machbar und möglich!

Die 4. Frage "Was biete ich?" stellte den Brückenschlag in das 2. Modul "Bewerbungstraining" im April 2009 dar. Die Summe der Antworten auf die ersten 3 Fragen bilden eine schlagkräftige Argumentation hierfür! In diesem weiteren Modul werden wir in Rollenspielen realitätskonform Bewerbungsgespräche trainieren, um fit zu sein für den gegenseitigen Bewerbungsprozess mit interessanten Arbeitgebern. Nach dem Modul 1 wird dies dann jedoch auf der soliden Basis der eigenen Erkenntnis geschehen, in welchen konkreten Berufsfeldern der einzelne Bundesbruder mit seiner Persönlichkeit, seiner Kompetenz und seinem Können sowie seiner konkreten Vorstellung von der zukünftigen beruflichen Herausforderung dies am besten möglich ist! Wie wichtig die Klärung dieser Fragen im Vorfeld ist, um sich gezielt und bewusst zum Beispiel entweder für die Stelle als Entwicklungsingenieur oder als Vertriebsingenieur zu entscheiden, wurde an diesem gemeinsamen Wochenende bewusst!


Auf in das Berufsleben: Bewerbungstraining - Das Seminar im April 2009

Vorbeugung ist besser als Nachsorge! Dieser bekannte und richtige Spruch aus der Medizin trifft auch in ganz besonderem Maße auf den übergang vom Studium in das Berufsleben zu. Interviewer von Unternehmen, mit denen wir (gegenseitige) Bewerbungsgespräche führen, sind in der Regel hierfür geschult und verfügen häufig über eine große Erfahrung und Routine hierbei. Daher sind die Seminarteilnehmer bestens damit beraten, sich auch selber für solche Gespräche sehr konkret und praxisnah vorzubereiten und "warm zu laufen", bevor sie selbst in diese Gespräche starten!

Im Rahmen eines gegenseitigen Bewerbungsprozesses von Bewerber und Unternehmen ging es in dieser Phase natürlich auch darum konkret zu formulieren, was von einem Unternehmen als bevorzugter Arbeitgeber erwartet wird. Hierbei gab es höchst unterschiedliche Akzente und Prioritäten bei den Teilnehmern. Nebenbei bemerkt: Immer mehr Unternehmen haben in der letzten Zeit erkannt - und dies nicht nur bei der Suche nach der Mangelware Ingenieure -, dass der Kampf um die besten Bewerber und Mitarbeiter schon vor längerer Zeit begonnen hat! In diesem Zusammenhang sind natürlich auch die bekannten Ranking-Listen Bevorzugte Arbeitgeber von großer Bedeutung.

In diesem 1. Teil des Seminars gab es dann eine hochinteressante "Galerie" von Flipchartbögen mit den Antworten eines jeden einzelnen Teilnehmers auf die Frage "Was biete ich?". Diese wurden dann alle jeweils im Plenum präsentiert, so dass hier auch die 1. Möglichkeit genutzt werden konnte, um ein Feedback auf die Art und Weise der Präsentation und die hiermit verbundene Wirkung zu geben. Hierbei war natürlich das gesamte Spektrum von "ausbaufähig" bis "schon fast fit als Pressesprecher" vertreten. Doch neben diesem Feedback auf die Präsentation bezogen ging es natürlich auch in besonderem Maße um die Frage, ob das Angebotspaket jedes einzelnen Teilnehmers schlüssig und überzeugend war. Dass dies natürlich insbesondere bei denjenigen, die noch weiter weg vom Studien-Abschluss sind, inhaltlich noch deutlich weiter auszubauen ist, versteht sich von selbst. Dennoch ist es umso hilfreicher, sich auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt des Studiums relaxt vorbereitend hiermit zu beschäftigen. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil natürlich eine ganze Reihe Teilnehmer noch wichtige Deltas bei sich identifizierten, was noch fehlende Kompetenzen über die technische Fachkompetenz hinaus anbelangt.

So darf z.B. von keinem Bewerber unterschätzt werden, wie hoch die Anforderungen zwischenzeitlich über die technische Fachkompetenz des Studiums hinaus im Bezug auf weitere Methodenkompetenzen und Soft skills geworden sind! Auch ein Ingenieurabsolvent hat aufgrund der Arbeitsmarktsituation nicht automatisch und garantiert eine gute erste Anstellung, wenn in diesen zusätzlichen Anforderungsmerkmalen keine guten Voraussetzungen mitgebracht werden. Mit zu den Spitzenreitern der Wünsche und Erwartungen der Unternehmen gehören schon seit einiger Zeit Kenntnisse und Erfahrungen im Projektmanagement und seit kürzerer Zeit auch verstärkt das Anforderungsmerkmal Kreativität. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Untersuchung eines Trendforschungsinstitutes, das die wichtigsten Zukunftskompetenzen von Mitarbeitern herausgearbeitet hat:

  • Persönlichkeit (unverwechselbar + authentisch)
  • Kreativität
  • Empathie

Danach ging es thematisch an das Design einer wirkungsvollen Bewerbung. Wichtig ist hierbei das Bewusstsein, dass es nicht grundsätzlich richtige und falsche Bewerbungsvarianten gibt, da natürlich der Geschmack auch bei den Empfängern und Lesern einer Bewerbung sehr unterschiedlich ist. Dennoch gibt es aufgrund von vielfältigen Erfahrungen Erkenntnisse, was zumindest mehrheitlich Erfolg versprechend ist. So hat sich zum Beispiel bei den Fotos ein durchaus erfreulicher Trend ergeben weg vom klassischen und damit häufig auch langweiligen Passfoto hin zur interessanten Portraitaufnahme mit einer sogenannten "angeschnittenen" Perspektive. Hier wird von Bewerbern häufig immer noch am falschen Ende gespart und leider auch kein Geld für ein wirklich gutes Foto ausgegeben! Natürlich wurden in diesem Zusammenhang auch die beiden Varianten reaktive Bewerbung auf eine Anzeige oder aktive Initiativbewerbung näher beleuchtet und diskutiert.

Nun ging es endlich im 2. Seminarteil an das Training on the job mit Bewerbungsinterviews praktisch angewandt im Rollenspiel! Alle Teilnehmer waren im Vorfeld dieses Moduls 2 gebeten worden, sich im Stellenmarkt (Printmedium oder Internet) eine Anzeige herauszusuchen, für die tatsächliches Interesse besteht und für die ein ausreichend großes Spektrum "Was biete ich?" in die Waagschale geworfen werden kann. Wolfgang Wilhelms hatte sich dann auf der Basis dieser Anzeigen auf seine Interviewerrolle für die Rollenspiele vorbereitet. Im Rahmen der verschiedenen Rollenspielsequenzen ging dann erfreulicherweise aber auch jeweils noch ein weiterer Teilnehmer mit Wolfgang Wilhelms zusammen als Interviewtandem in die Gespräche. Richtigerweise übernahmen dann die jeweiligen Seminarteil-nehmer den jeweils eher technischen Part.

Die Rollenspiele liefen dann - natürlich nach Absprache mit den "Bewerbern" auch mit Videoaufzeichnung - sehr interessant und erkenntnisreich. Zusätzlich zu den ausführlichen Feedbacks an die "Bewerber" durch den Teilnehmerkreis und den Trainer bekamen die jeweiligen Teilnehmer in der Bewerberrolle im Nachhinein auch eine CD mit der Aufzeichnung des Rollenspiels und einer Zusammenfassung des bereits im Seminar gegebenen Feedbacks.

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